
Kurz gesagt
Whitening Strips sind dünne Folienstreifen mit Bleichgel, die Sie zu Hause auf die Zähne kleben. In der EU dürfen sie höchstens 0,1 % Wasserstoffperoxid enthalten – entsprechend sanft ist die Wirkung. Zum Auffrischen sind sie praktisch. Für einen deutlichen Unterschied sind Studio oder Zahnarzt die bessere Wahl.
Wie Whitening Strips wirken
Die Streifen sind mit einem Gel beschichtet, das Wasserstoffperoxid enthält oder freisetzt – oft in Form von Carbamidperoxid. Der Wirkstoff dringt in die Zahnoberfläche ein und spaltet Farbstoffe auf, die sich dort durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Nikotin eingelagert haben. Die Streifen bleiben je nach Produkt eine gewisse Zeit auf den Zähnen und werden über mehrere Tage angewendet.
Was in der EU erlaubt ist
Seit der Richtlinie 2011/84/EU dürfen frei verkäufliche Zahnaufhellungsprodukte höchstens 0,1 % Wasserstoffperoxid enthalten oder freisetzen. Produkte mit mehr als 0,1 % bis 6 % dürfen nur an Zahnärztinnen und Zahnärzte abgegeben werden. Strips aus Online-Shops außerhalb der EU halten sich nicht immer an diese Grenze – für Verbraucher ist das kaum prüfbar. Kaufen Sie deshalb nur Produkte mit klarer Wirkstoffangabe.
Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| bequem zu Hause anwendbar | laut Verbraucherzentrale geringe Bleichwirkung |
| vergleichsweise günstig | Streifen liegen bei engstehenden oder schiefen Zähnen nicht überall gleich an |
| gut zum Auffrischen eines Ergebnisses | Gel kann das Zahnfleisch reizen |
| keine Terminplanung nötig | niemand prüft vorher, ob Ihre Zähne geeignet sind |
Strips, Studio oder Zahnarzt?
| Kriterium | Whitening Strips | Kosmetisches Bleaching im Studio | Bleaching beim Zahnarzt |
|---|---|---|---|
| Wirkstoff | max. 0,1 % H₂O₂ | max. 0,1 % H₂O₂ + LED-Licht | über 0,1 % |
| Ergebnis | schrittweise, eher gering | sofort sichtbar nach 60–120 Min. | deutlich, auch Grundfarbe |
| Eignungscheck | keiner | Beratung und Farbbestimmung | zahnärztliche Untersuchung |
| Kosten | je nach Marke | bei Dental Beauty ab 149 € | 300–1.000 € (Verbraucherzentrale) |

Mehr als Strips – an einem Termin
Kosmetisches Bleaching mit Farbbestimmung vorher und nachher, ab 149 €. Keine Anzahlung.
So wenden Sie Strips richtig an
- Erst zum Zahnarzt: Karies, undichte Füllungen oder freiliegende Zahnhälse sollten vorher behandelt sein. Die Bundeszahnärztekammer hält eine Kontrolle vor jedem Bleaching für unabdingbar.
- Anleitung einhalten: Nicht länger tragen und nicht öfter anwenden als angegeben.
- Zahnfleisch schonen: Streifen so anlegen, dass möglichst wenig Gel aufs Zahnfleisch kommt.
- Bei Schmerzen abbrechen: Leichte Empfindlichkeit ist meist vorübergehend, starke Schmerzen sind ein Warnsignal.
- Realistisch bleiben: Kronen, Veneers und Füllungen hellen nicht auf.
Unsere Alternative für zu Hause ist das Zahnbleaching-Set Rapid+ mit LED-Mundstück (89 € im Onlineshop). Alle Wege für zu Hause vergleichen wir auf Home Bleaching.
Quellen: Verbraucherzentrale · Bundeszahnärztekammer · Richtlinie 2011/84/EU
Häufige Fragen
Wirken Whitening Strips?
Ja, aber begrenzt. In der EU frei verkäufliche Strips dürfen höchstens 0,1 % Wasserstoffperoxid enthalten oder freisetzen. Die Verbraucherzentrale bescheinigt solchen Produkten eine geringe Bleichwirkung.
Sind Whitening Strips schädlich?
Bei richtiger Anwendung und EU-konformen Produkten ist das Risiko gering. Möglich sind vorübergehend empfindliche Zähne und gereiztes Zahnfleisch. Bei starken Schmerzen sollten Sie die Anwendung abbrechen.
Was ist besser: Strips oder Bleaching im Studio?
Strips eignen sich zum Auffrischen. Wer an einem Termin einen sichtbaren Unterschied möchte und eine fachkundige Einschätzung seiner Zähne wünscht, ist im Studio oder beim Zahnarzt besser aufgehoben.
Dürfen Schwangere Whitening Strips benutzen?
Die Bundeszahnärztekammer rät Schwangeren und Stillenden generell vom Bleaching ab.
Wir erbringen keine zahnmedizinischen Leistungen. Unser Bleaching ist rein kosmetisch und richtet sich nach der EU-Richtlinie 2011/84/EU (≤ 0,1 % H₂O₂) und der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Dieser Ratgeber ersetzt keine zahnärztliche Beratung.

